NSI FreibergServiceMitteilungen des Naturschutzinstitutes FreibergHeft 3 / 2007
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Mitteilungen des Naturschutzinstitutes Freiberg

Heft 3 / 2007

84 Seiten

ISSN 1860-8396

Bezugsmöglichkeit über den Herausgeber, Schutzgebühr 3,00 Euro (zzgl. Versand)


Herausgeber:

AG Naturschutzinstitut Freiberg e. V.
Bernhard-Kellermann-Straße 20
09599 Freiberg

nsi-freiberg_at_naturschutzinstitut.de

Zusammenfassungen der Beiträge

Andreas Golde: Die Teichbodenvegetation des Inselteiches Helbigsdorf und ihre Beziehung zu den Nanocyperion-Gesellschaften der Freiberger Bergbauteiche

Die Teichbodenvegetation des Inselteichs Helbigsdorf wird mit der des unmittelbar benachbarten Großhartmannsdorfer Großteichs verglichen. Beide Gewässer weisen wesentliche Unterschiede in der Entstehung sowie in Nutzungsart und -intensität auf. Die daraus resultierenden auffallenden Unterschiede in der Teichbodenvegetation werden aufgezeigt und diskutiert, wobei dem Bodentyp der Teichböden, verbunden mit der Nutzungsintensität der Gewässer, eine Schlüsselrolle zuzukommen scheint.

Andreas Golde und Marko Olias: Floristische Neufunde und Fundortbestätigungen im Freiberger Gebiet (3. Beitrag) 

Mit den Arbeiten von Golde (2005, 2006) wurden erstmals seit der Veröffentlichung des "Atlas der Farn- und Samenpflanzen Sachsens" (Hardtke & Ihl 2000) wieder ausgewählte floristische Beobachtungen aus dem Freiberger Gebiet zusammengestellt. Der vorliegende dritte Beitrag setzt diese Dokumentation fort und vermittelt einen Überblick über bemerkenswerte Neufunde ausgewählter Pflanzenarten sowie Bestätigungen bislang verschollen geglaubter Fundorte. 

Maik Palmer: Die Tagfalterfauna des Köhlergrundes bei Hermsdorf/Erzgebirge (Lepidoptera)

Im Rahmen einer Diplomarbeit wurden im Jahr 2005 die Tagfalter­gemein­schaften in einem Bachtal bei Hermsdorf/Erzgebirge (Weißeritzkreis, Sachsen) untersucht. Die während der Erfassung sowie in den Vorjahren erfolgten Beobachtungen von 40 Tagfalterarten werden in einer Übersicht zusammengestellt. Weiterhin werden naturschutzfachliche Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der vorgefundenen Tagfalterfauna erläutert. Offene, blütenreiche Saumstrukturen innerhalb der Kulturlandschaft stellen dabei einen wichtigen Faktor zur Ausbreitung von Tagfaltern dar.

Marko Olias: Bemerkenswerte Tagfalterfunde aus der Freiberger Umgebung in den Jahren 2005 und 2006 (Lepidoptera)

Regional bedeutsame Nachweise der Arten Charcharodus alcae, Hesperia comma, Pontia daplidice, Maculinea teleius, Plebeius optilete, Scolitantides orion und Boloria dia aus den Jahren 2005 und 2006 werden aufgelistet und kommentiert. Die Fundorte liegen in den Landkreisen Freiberg, Meißen und Mittlerer Erzgebirgskreis (Sachsen). Cupido minimus wurde 2005 an der Bahnlinie Dubi–Moldava in der Tschechischen Republik nachgewiesen. Der Fundort steht in engem räumlichen Zusammenhang zum einzigen aktuell bekannten Vorkommen im sächsischen Osterzgebirge bei Altenberg.

André Günther: Nachweise des Asiatischen Marienkäfers (Harmonia axyridis) im Landkreis Freiberg

Im Winter und Frühjahr 2006/2007 wurde in einem Gebäude in Großschirma (Landkreis Freiberg, Sachsen) der Marienkäfer Harmonia axyridis erstmalig für den Freiberger Raum nachgewiesen.

Marko Olias und André Günther: Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris) bodenständig im Hochmoor bei Deutscheinsiedel im Osterzgebirge – Entwicklung der Libellenfauna des Deutscheinsiedler Moores nach Revitalisierungsmaßnahmen

Im Deutscheinsiedler Hochmoor (Landkreis Freiberg, Sachsen) konnte 2007 erstmals die Bodenständigkeit von Somatochlora alpestris belegt werden. Das Vorkommen ist als Neu- bzw. Wiederansiedlung infolge der Revitalisierungsmaßnahmen zu werten, die 2001 in dem entwässerten Hochmoor begonnen wurden. Die Untersuchungen der Libellenfauna des Gebietes erbrachten bisher den Nachweis von 19 Arten. Durch den Einbau von Stauen in die entwässernden Gräben konnten die Reproduktionsbedingungen für hochmoortypische Libellenarten wesentlich verbessert werden.

Klaus Hädecke: Auswertung der Ergebnisse der Internationalen Wasservogelzählung der Jahre 1976 bis 2005 für das Freiberger Gebiet – Teil 2: Zusätzlich erfasste Arten (Nichtwasservögel)

An den Terminen der Internationalen Wasservogelzählung wurden an sechs Zählstrecken im Tal der Freiberger Mulde seit 1976 zusätzlich alle weiteren Vogelarten quantitativ erfasst. Die Zählergebnisse lassen über die Jahre bei einigen Arten Trends der Zu- und Abnahme des Bestandes erkennen.

Henriette John, André Günther, Reinhard Reißmann, Detlef Tolke und Hermann Heilmeier: Bedeutung und Schutz des FFH-Lebensraumtyps „Fließgewässer mit Unterwasservegetation“ im Gebiet der oberen Freiberger Mulde

Im Sommer 2003 wurde in einem 30 km langen Abschnitt der oberen Freiberger Mulde die nach dem extremen Augusthochwasser 2002 vorhandene Unterwasservegetation kartiert. Daran schlossen sich detaillierte Untersuchungen an, die sowohl Pflanzenparameter (Vorkommen, Größe und Wachstum) als auch chemische, physikalische und strukturelle Standortfaktoren beinhalteten. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem für Mittelgebirgsflüsse typischen Schild-Wasserhahnenfuß (Ranunculus peltatus).

In der vorliegenden Studie wird die Bedeutung der Unterwasservegetation für das Fließgewässerökosystem anhand ausgewählter Tiergruppen verdeutlicht und die Schutzbedürftigkeit durch Aufzeigen einer Reihe von Gefährdungspotenzialen unterstrichen. Daraus werden Konsequenzen für den Schutz sowie die Förderung des Lebensraumtyps „Fließgewässer mit Unterwasservegetation“ gezogen und Empfehlungen für das Monitoring im Rahmen der FFH-Managementplanung gegeben.


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