NSI FreibergServiceMitteilungen des Naturschutzinstitutes FreibergHeft 5 / 2009
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Mitteilungen des Naturschutzinstitutes Freiberg

Heft 5 / 2009

76 Seiten

ISSN 1860-8396

Bezugsmöglichkeit über den Herausgeber, Schutzgebühr 5,00 Euro (zzgl. Versand


Herausgeber:

AG Naturschutzinstitut Freiberg e. V.
Bernhard-Kellermann-Straße 20
09599 Freiberg

nsi-freiberg_at_naturschutzinstitut.de

Zusammenfassungen der Beiträge

Andreas Golde: Die Vorkommen der Banater Segge (Carex buekii) im Zschopautal zwischen Frankenberg und Mittweida

Die Banater Segge (Carex buekii) kommt in Sachsen außer im Elbtal oberhalb von Dresden aktuell auch an der Zschopau zwischen Frankenberg und Mittweida (Landkreis Mittelsachsen) vor. Diese über Jahrzehnte übersehenen Vorkommen wurden 2008 wiederentdeckt. Im vorliegenden Beitrag werden sie vorgestellt sowie Standortbindung und Vergesellschaftung der Art diskutiert. Ergänzend zu bereits publizierten Arbeiten über Vorkommen von Carex buekii in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern wird damit der Kenntnisstand über diese Art in Deutschland vervollständigt.  

Andreas Golde: Bemerkenswerte Neu- und Wiederfunde des Scheidenblütgrases (Coleanthus subtilis) im Osterzgebirge

Im Jahre 2009 gelangen an vier Gewässern im Raum Freiberg/Olbernhau bemerkenswerte Neu- und Wiederfunde des Scheidenblütgrases (Coleanthus subtilis). Die Fundorte werden vorgestellt und die jeweils angetroffene Begleitvegetation beschrieben. 

Andreas Golde und Marko Olias: Floristische Neufunde und Fundortbestätigungen im Freiberger Gebiet (5. Beitrag)

Die fünfte Zusammenstellung von Neufunden und Fundortbestätigungen ausgewählter Gefäßpflanzenarten des Freiberger Gebietes setzt die mit Golde (2005) begonnene Reihe fort. Den Schwerpunkt bilden neue Nachweise zum Vorkommen gefährdeter oder sich in letzter Zeit ausbreitender Arten, aber auch bislang offensichtlich übersehener Sippen unterschiedlichen taxonomischen Ranges.  

André Günther, Holger Lueg & Marko Olias: Zur Kenntnis der Heuschreckenfauna (Ensifera et Caelifera) des Freiberger Raumes - Teil 2: Erst- und Wiedernachweise der Jahre 2006 bis 2009

Im Freiberger Raum gelangen seit Veröffentlichung des Verzeichnisses von Günther (2006) Erstnachweise von Blauflügeliger Sandschrecke (Sphingonotus caerulans), Westlicher Beißschrecke (Platycleis albopunctata), Gemeiner Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) und Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) sowie Wiedernachweise der Blauflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens). Das nahezu zeitgleiche Auftreten an verschiedenen Fundorten, an denen diese Arten in den Vorjahren fehlten, spricht für eine jüngere Zuwanderung. Die Erfassungen bis zum Jahr 2009 lassen zumindest für Sphingonotus caerulans, Platycleis albopunctata, Stethophyma grossum und Oedipoda caerulescens auf eine Etablierung schließen. Zusätzlich werden neuere Nachweise von Feldgrille (Gryllus campestris) und Heimchen (Acheta domesticus) mitgeteilt.

Marko Olias, Maik Palmer und Roland Martin: Bemerkenswerte Tagfalterfunde aus der Freiberger Umgebung in den Jahren 2007 bis 2009 (Lepidoptera)

Kommentierte Nachweise regional seltener oder bemerkenswerter Tagfalterarten der Umgebung von Freiberg (Sachsen) aus den Jahren 2007 bis 2009 werden zusammengestellt, darunter Fundangaben von Erynnis tages, Leptidea sinapis/reali, Colias crocea, Pontia edusa, Satyrium w-album, Polyommatus agestis, Polyommatus semiargus, Argynnis aglaja, Boloria dia, Erebia ligea und Erebia medusa. Innerhalb dieses Zeitraums kam es außerdem zu Masseneinflügen von Colias crocea (2008) und Vanessa cardui (2009), für die Informationen zu regionalen Wanderbewegungen mitgeteilt werden.  

Maik Palmer: Der Argus-Bläuling Plebeius argus (L., 1758) – Ein Wiederfund in der Freiberger Region

Im September 2008 konnte Plebeius argus, der Argus-Bläuling oder Geißklee-Bläuling, bei Muldenhütten in der Nähe von Freiberg (Landkreis Mittelsachsen) in einem Exemplar gefunden werden. 2009 gelang es am gleichen Ort, an mehreren Tagen bis zu neun Individuen nachzuweisen. Die Art war bis dahin in der Freiberger Region seit zirka 60 Jahren nicht mehr festgestellt worden. Es wird auf die historischen Nachweise eingegangen sowie auf Möglichkeiten der erneuten Etablierung dieser Schmetterlingsart hingewiesen.


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